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Grundschule

Der Schneider Jürgen Ficke unterrichtete ab 1718 in dem von seiner Familie 1709 erbauten Haus. Es lag in Worthmanns Wäldchen (jetzt MGH) gegenüber von Böschens Haus. Für die wachsende Gemeinde wurde 1785 ein neues Schulhaus auf dem Grundstück von Köss (heute Jürgens) fertig gestellt. Die Unterrichtszeit im Sommer war wesentlich kürzer als im Winter, da die Schüler in der Landwirtschaft eingespannt waren. Die Lehrer konnten von den Einkünften nicht leben und mussten als Obstbauern, Imker und Landwirte einem zusätzlichen Erwerb nachgehen.

Das Schulhaus erwies sich nach etwas 60 Jahren als reparaturbedürftig. Das erweiterte Haus lag auf der anderen Seite des Weges (das heutige Lüdemann’sche Haus). Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen musste 1878 ein ganz neues Schulgebäude errichtet werden (am jetzigen Standort).

Von 1718 bis 1910 unterrichteten ununterbrochen Lehrer aus der Familie Ficke-Lüdemann in der Schule Waffensen.

Am 1.3.1910 trat Lehrer Heinrich Meyer seine Stellung an. Seine Familie beeinflusste das Leben im Dorf auf vielfältige Weise. Im Schulgebäude gab es zu der zeit nur einen Klassenraum, der von den Klassen nacheinander benutzt werden musste. Ab 1920 kam ein weiterer Lehrer, Peter Michaelis, und 1926 der zweite Schulraum hinzu.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 und noch mehr der Beginn des 2. Weltkrieges brachten auch für Waffensen große Veränderungen und Unsicherheiten. Am Ende des 2. Weltkrieges wurden, da viele Heimatvertriebene im Dorf untergekommen werden, bis zu 140 Kinder von zwei Lehrkräften unterrichtet.

Im April 1962 übernahm Herr Böving die Leitung der Schule.

Ab 1965 wurden nur noch die Klassen 1-6 in Waffensen unterrichtet. Die Jahrgänge 7-9 wurden nach Bötersen umgeschult. 1968 wechselte auch das 6. Schuljahr nach Bötersen.

Ab 1969 übernahm Herr Bellmann bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1976 die Leitung. Bis zum Jahre 1976 wurde in zwei kombinierten Klassen 1./2. Schuljahr und 3./4. Schuljahr unterrichtet.

Am 1. August 1976 hörte die Schule in Waffensen als selbständige Einrichtung auf zu bestehen und wurde zur Nebenstelle der Kantor-Helmke-Schule. Bereits zwei Jahre später fand kein Unterricht in der Waffensener Schule mehr statt. Die Grundschulkinder aus Waffensen und Mulmshorn gingen ab da in Rotenburg zur Kantor-Helmke-Schule.

Doch es gab eine von der Mehrheit erhoffte, aber nicht erwartete Fortsetzung der Waffensener Schulgeschichte: Im Jahre 1985 konnte unsere Schule wieder geöffnet werden. Aus Verwaltungsgründen blieb sie aber Außenstelle der Kantor-Helmke-Schule.

Beginnend mit einer 1. Klasse, unterrichtete Herr Achelis, der bereits 1979 seinen Dienst in der Waffensener Schule angetreten hatte, zusammen mit jeweils einer Kollegin die vier Grundschuljahrgänge wieder in Waffensen. Seit seiner Pensionierung im Jahr 2007 werden die Waffensener Grundschulkinder von wechselnden Lehrern bzw. Lehrerinnen meist in zwei kombinierten Klassen unterrichtet.

 

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